01 -
Zuerst das Gemüse schnibbeln! Zwiebel, Karotte und Staudensellerie fein würfeln – das nennt man Soffritto. Ich hab da schon mal versucht, das zu beschleunigen und alles in den Mixer geworfen, aber das wurde dann eher ein Brei. Also, nimm dir die Zeit, es lohnt sich für die Textur. Dann das Hackfleisch bereitstellen und die restlichen Zutaten griffbereit haben. Das macht den Kochprozess viel entspannter, ehrlich!
02 -
In einem großen Topf oder Bräter etwas Olivenöl erhitzen. Wenn es leicht glänzt, das gewürfelte Gemüse dazugeben und bei mittlerer Hitze langsam anschwitzen. Das dauert seine Zeit, so 8-10 Minuten, bis es weich und leicht golden ist. Hier nicht ungeduldig werden, das ist die Geschmacksbasis für deine Weiße Bolognese! Ich hab hier schon mal zu früh das Fleisch dazugegeben und dann war das Gemüse nicht richtig durch, das war ein Fehler.
03 -
Das Hackfleisch zum Gemüse geben und krümelig braten, bis es schön braun ist. Achte darauf, dass es wirklich Röstaromen bekommt, das ist so wichtig! Dann mit dem Weißwein ablöschen und den Topfboden mit einem Holzlöffel freikratzen – all diese braunen Stellen sind purem Geschmack. Lass den Wein komplett einkochen, bis der Alkohol verdampft ist. Ich liebe diesen Duft, wenn der Wein verdampft!
04 -
Jetzt kommt die Milch. Gib sie schluckweise dazu und lass sie jedes Mal fast vollständig einkochen, bevor du den nächsten Schuss zugibst. Das dauert eine Weile, aber es macht die Sauce unglaublich cremig und tiefgründig. Danach die Fleischbrühe, Lorbeerblätter und Rosmarin dazugeben. Alles gut verrühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die Muskatnuss ist ein Muss für jede Weiße Bolognese, finde ich!
05 -
Die Hitze reduzieren, den Topf halb abdecken und die Weiße Bolognese mindestens 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen. Je länger, desto besser! Das Fleisch wird dadurch butterzart und die Aromen verbinden sich wunderbar. Rühr ab und zu um, damit nichts anbrennt. Ich hab schon mal vergessen umzurühren und dann hatte ich unten eine kleine Kruste – war aber auch lecker, wenn man ehrlich ist, haha.
06 -
Kurz bevor das Ragout fertig ist, die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen. Nimm dir etwas Nudelwasser ab, bevor du die Pasta abgießt. Gib die gekochte Pasta direkt zum Ragout in den Topf und vermische alles gut. Wenn die Sauce zu dick ist, gib einen Schuss Nudelwasser dazu, das hilft, alles wunderbar zu verbinden. Mit viel frisch geriebenem Parmesan und etwas frischer Petersilie servieren. Einfach ein Genuss!